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Astrologie - Magie der Sterne
Einführung in das astrologische Weltbild


Astrologie ist den meisten Menschen als eine Lehre zur Bestimmung von menschlichen Charaktereigenschaften und als eine Möglichkeit bekannt, mittels der Sterne die Zukunft vorhersagen.
Es gab sie zu allen Zeiten und in allen Hochkulturen dieser Erde. Für viele haben die Sterne einen direkten Einfluß auf das Verhalten der Menschen, und die Konstellationen am Himmel eröffnen dem sachkundigen Astrologen Einblick in das Leben und Schicksal des Rat suchenden Mitmenschen.
Die Sterndeutungskunst sieht in den Bewegungen der Sterne eine Ordnung (griech.: Kosmos), die für den Menschen auf der Erde von Bedeutung sein soll.

Für den modernen Menschen, der mit seinem rationalen Verstand die Dinge auf ihre Ursache und Wirkung hin untersucht, mag das Ansinnen der Astrologie, Ordnung ins Leben des Menschen zu bringen, unlogisch und widersinnig erscheinen.
Für den esoterisch orientierten und ernsthaft Suchenden von heute, der bereit ist, diese Mauer der Vorurteile zu durchbrechen, stellt sich schon sehr schnell heraus, daß er mit der Astrologie auf ein geistiges System gestossen ist, das ihm sowohl Erkenntnisinstrument für die verschiedenen Zusammenhänge sein kann als auch ein Weg der Selbsterkenntnis und -verwirklichung, durch den er sich und seine Welt besser in Ordnung bringen kann.

Kosmos = Ordnung
Dieses ist allein auf kausallogischem Weg von Ursache und Wirkung nicht einsehbar, da sich die Zusammenhänge von planetarer Ordnung und innerem Kosmos mit den heute vorherrschenden, naturwissenschaftlichen Methoden kaum empirsch nachweisen lassen. Es ist ein anderes Denken, das Denken in Analogien, in vergleichenden Bildern, nach welchem das System der Astrologie funktioniert.

Ein alltägliches Bild für eine Analogie ist die Uhr. Sie zeigt gemäß der Erdumdrehung für den jeweiligen Ort (bzw. Zeitzone) die Tages- und Nachtzeit an. Bestünde nun ein Verhaltnis von Ursache und Wirkung zwischen Uhr und Tageszeit, so könnten wir an unseren Uhren drehen, und es würde willkürlich hell und dunkel werden, bzw. falls die Erde sich schneller drehen würde, gingen unsere Uhren auch schneller. Beides ist nicht der Fall: Zwischen der Tageszeit und unserer Uhr besteht kein kausales Verhaltnis.

Damit sind wir aber beim zentralen Thema der Astrologie, der Zeit. Physikalisch ist die Zeit definiert als Bewegung im Raum, und die modernste Astrophysik bestätigt anhand ihrer Untersuchungen des Lichtes, daß diese Grundform der Energie die Basis allen Lebens ist. Alles Leben ist Bewegung, von den subatomaren Teilchen bis zu den galaktischen Sternensystemen, und alles hat seine Zeit, bzw. ist als zeitliche Form erkennbar.

So ist es nicht verwunderlich, daß sich Elemente der Astrologie in allem Religionen der Erde finden, da diese ja versuchen, Antwort auf die Grundfragen des Lebens, dem Woher und Wohin und Wozu, zu geben.
Ja, die frühen Religionen waren fast ausschließlich Astralkulte (Sonne-/Mond-/Planetenbezogen). Der frühe Mensch war sowohl als Jäger und Sammler, aber noch mehr als Hirte und Bauer eng verknüpft mit dem Geschehen am Himmel. Diese Ordnung sah er als eine göttliche an. Die Astrologie war ihm die Kalenderwissenschaft für die Zeiten von Aussaat und Ernte, von Kriegsführung und Götterhuldigung.
Der antike Mensch war eingebunden in eine theokratische Weltordnung, in der er als Individuum zwar keine Bedeutung hatte, aber die Welt so in Ordnung war. Der moderne Mensch hat heute ein ausgeprägtes Individualbewußtsein, ist aber einer sinnstiftenden, ganzheitlichen Weltordnung verlustig gegangen. Es liegt heute an ihm selber, in sich seine Wurzeln und seine Ordnung zu erkennen. Und hier ist es erstaunlich, in welchem Maße die alte Astrologie mit ihrem Denken in Analogien und Symbolen dem modernen Menschen helfen kann, seelische Standortbestimmung und Selbsterkenntnis zu erlangen.

Nach dem Analogieprinzip, "Wie oben, so unten" werden die Bewegungen der Lichter am Himmel in Bezug gesetzt zu den Bewegungen hier auf der Erde. Es sind hier allerdings nicht die physikalischen Bewegungen von Interesse, sondern das, was den Menschen innerlich bewegt - es sind die "inneren Sterne" (Kant), die zu den äußeren in Beziehung gebracht werden.
Astrologie untersucht und unterscheidet die inneren Antriebsenergien (d.h. Motivationen) und Potentiale der Menschen und Ereignisse als Manifestationsformen der Zeit.

Nach modernen psychologischen Erkenntnissen läßt sich das System der Astrologie als Projektion beschreiben. In einer Projektion (wie beim Diapositiv-Projektor) wird ein inneres Bild mittels Licht nach außen auf eine Projektionsfläche übertragen. Die Astrologie ist als eine kollektive Projektion der Menschheit anzusehen, deren Bilder im Laufe der Geschichte durch Eingeweihte erkannt, durch Beobachtungen bestätigt und überliefert worden sind. Die Astrologie ist daher als die älteste Psychologie der Menschheit zu sehen. Sie stellt einen Zugang (neben anderen) dar, wie der Mensch zu der Erkenntnis kommen kann, was es heißt, im ganzheitlichen Sinne Mensch zu sein. Sie gibt Einblick in den seelisch-geistigen Bauplan des Menschen, quasi in seine "Software".


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